2008/11/23

y010 - Die Macht der Anderen

Die Macht anderer über uns, liegt darin wie stark sie unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen. Mit Taten, Ausgesprochenem, Worten die nie gesagt werden, mit Niedergeschriebenem.

Ich war und bin weiterhin ein Verfechter der Selbstbestimmung.
Der Glaube daran, dass Schuld das Beste ist, das ich erreichen kann, gefällt mir, ist ein Leitgedanke.
Verursacher oder Beteiligter an einem Hergang zu sein, der mein Leben oder das Anderer beeinflusst - das ist, was ich sein will.

Da ich nicht in einer Einzelzelle eines psychologischen Experiments, ohne äußere menschliche Einflüsse, gefangen bin, kann auch ich mich nicht der Macht der anderen entziehen.
Das will ich auch meist nicht.
Ich habe ihnen diese Macht schließlich verliehen.

Eine passende Redewendung.
Sie ist nicht geschenkt oder verkauft, sie ist geliehen.

Wenn nun die Mächtigen Dinge tun, die meine Situation zum Negativem verändern können, habe ich die Wahl.
Ich lasse Ihnen die Macht und nehme das Durchleben der negativen Stimmung auf mich.
Ich entziehe Ihnen die Macht für den Moment oder für immer. Sie existieren dadurch einfach nicht mehr in meiner Welt, in meinem Leben.

Vielleicht erscheine ich mal wieder sehr maschinell oder vermittle eine schwere Störung sozialer Kompetenzen.
Doch ich sehe das nicht so tragisch.
Ich gestatte den anderen in solchen Momenten einfach nicht, mein Leben schlechter sein zu lassen, als ich es will.
Ich werde nicht meine Zeit damit vergeuden, zu trauern, mich zu ärgern oder das Vertrauen in meine Fähigkeiten zu schwächen, weil andere solche Konsequenzen durch ihr Handeln oder dessen Unterlassung begünstigen.

Das Leben ist angeblich kurz.
Auch wenn es mir meist zu lang vorkam.
Es gibt besseres zu tun.

mehrmorgen

Keine Kommentare: