2008/10/05

y006 - Kurskorrektur

Ich schwanke derzeit ständig hin und her, zwischen dem Genießen des Glücksgefühls und dem jahrelang gepflegten Glauben, dass etwas auch nur Annäherndes nicht möglich sein kann und wenn, dann nicht von Dauer. 
Auch hier, denke ich, verhalte ich mich normal. 
Ich versuche, nicht zu hart mit mir ins Gericht zu gehen. 
Als jemand, der einen Hang zu extremen Lösungen hat und Probleme als etwas ansieht, dass keine Lebensberechtigung genießt, sobald diese erkannt sind, stehe ich mir wiederholt selbst im Wege. Weil ich den Dingen keine Möglichkeit lasse, sich zu entwickeln. Im Prinzip, als würde ich den Kurs unablässig korrigieren, ganz ohne zu wissen, wohin mich der derzeitige eigentlich führen könnte.

Christen und Alkoholiker bitten um Gelassenheit - nun, ich bitte nicht darum, aber will es versuchen. Die Alarmglocken in meinem Kopf leuten ein nervöses "Kontrollverlust!" und ich hoffe, ich muss sie nicht ignorieren, sondern bin irgendwann zu Gelassenheit fähig, sodass sie garnicht erst erklingen. 

Folgendender Beschluss ergehe hiermit: 
Ich muss den Kurs nicht ständig kontrollieren und korrigieren. 
Ich werde einfach die Reise genießen. 
Ich weiß, ich bin dazu fähig. 
Und vielleicht, wird es mich bald auch keine Anstrengung mehr kosten...

mehrmorgen

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